Da bei Abfahrtsski häufig hohe Geschwindigkeiten erreicht werden - und auch beabsichtigt sind - hat Italien verfügt, dass nur diejenigen auf die Piste dürfen, die eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Dies muss auch vor der Abfahrt nachgewiesen werden. Wer keinen Versicherungsschutz hat, muss mit Bußgeldern in Höhe von 100 € bis 150 € rechnen, auch mit einem möglichen Entzug des Skipasses.

Ein vorheriger Versicherungscheck ist also sehr ratsam!

Die Privathaftpflichtversicherung ist zuständig, wenn Personen beispielsweise durch Kollisionen schwer verletzt werden. Dann können schnell fünf- bis sechsstellige Haftungssummen für Krankenhausaufenthalte, Ausfallzeiten im Beruf oder sogar schlimmstenfalls Leibrenten wegen Invalidität anfallen. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen, denn eine private Haftpflichtversicherung kostet mit 80 -130 € im Jahr nicht die Welt und kann für die gesamte Familie einschließlich der Kinder abgeschlossen werden. Und sie schützt nicht nur in Italien.

Zu überlegen ist auch der Abschluss einer privaten Unfallversicherung. Sie würde leisten, wenn man selbst einen Unfall erlitten hat. Die Leistungen reichen von einem Krankenhaustagegeld bis zu einer lebenslangen Unfallrente wegen Invalidität.

Die Skiliftbetreiber müssen eine solche Versicherungsdeckung bei Verkauf des Skipasses anbieten, falls man keine Haftpflichtversicherung besitzt.

Mitglieder des DAV oder auch DSV sind automatisch über den "Alpinen Sicherheitsservice" oder die DSV aktiv-Mitgliedskarte sporthaftpflichtversichert.

Auslandskrankenversicherung

Auch eine private Auslandskrankenversicherung ist unbedingt empfehlenswert. Denn die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen decken oft nicht die Behandlungskosten jenseits der Grenzen. Dann bleibt man auf hohen Arzt- und Krankenhausrechnungen sitzen. Eine private Auslandskrankenversicherung kostet rund 20 € Jahresbeitrag für die Familie und springt beispielsweise auch ein, wenn aus dem Ausland ein medizinischer Krankenrücktransport für mehrere tausend Euro notwendig wird.

In Corona-Zeiten sollte man zudem prüfen, ob der gewählte Tarif einen Versicherungsschutz bietet, wenn das Reiseland zum Hochrisikogebiet erklärt wurde. Auch ob Behandlungskosten für eine Covid-19-Erkrankung übernommen werden, sollten Versicherte unbedingt vorher klären.  

Haftung für Kfz-Anhänger

Seit dem 17.07.2020 haftet bei Unfällen mit KFZ-Gespannen wieder ausschließlich der Halter des Zugfahrzeugs.

Die Versicherung von Kfz-Anhängern muss nur noch anteilig leisten, wenn der Anhänger sich gefahrenerhöhend auswirkt. 

Eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) hat zur Folge, dass Anhänger-Haftpflichtversicherungen zukünftig deutlich seltener leisten müssen. Die Neuregelung tritt am 17.07.2020 in Kraft und stellt die Regulierungspraxis wieder her, die bis zu einem Urteil des Bundesgerichtshofs 2010 gültig war. Bis dahin war bei Unfällen, die mit einem Kfz-Gespann verursacht wurden, grundsätzlich der Führer des Zugfahrzeugs in der Haftung. Das wird nun auch zukünftig wieder der Fall sein. 

Seit dem Urteil des Bundesgerichtshofs im Jahre 2010 wurde die Haftung bei derartigen Unfällen zwischen dem Anhänger und dem Zugfahrzeug hälftig geteilt. Das hatte jedoch dazu geführt, dass die Versicherungsprämien für Anhänger massiv gestiegen waren, während die Kosten für die Versicherung der Zugmaschinen nicht bzw. kaum zurückgingen. Die Folge war eine massive finanzielle Belastung für Transportunternehmen und andere gewerbliche Anbieter, die zahlreiche Versicherungspolicen für Anhänger benötigen. 

Zukünftig haften wieder ausschließlich die Halter von Zugmaschinen. Eine Mithaftung für den Halter des Anhängers ist nur vorgesehen, wenn der Anhänger gefahrenerhöhend auf das Unfallgeschehen gewirkt hat. Das bloße Ziehen des Anhängers genügt für eine gefahrenerhöhende Wirkung ausdrücklich nicht. 

Es ist davon auszugehen, dass die Versicherungsprämien bei der Haftpflichtversicherung für Anhänger massiv sinken werden. 

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